Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik
Donnerstag, den 12. November 2015 um 20:54 Uhr

Vortrag von Dr. Bernhard Lasotta MdL bei der CDU Plankstadt

Plankstadt. An die 40 Zuhörer fanden sich am vergangenen Donnerstag in der Pizzeria Zum Vogelpark ein, um dem Vortrag über die aktuelle Flüchtlingssituation von Dr. med. Bernhard Lasotta, Fraktionssprecher für Integration, zuzuhören. Vorsitzender Arno Neidig freute sich Bürgermeister Jürgen Schmitt, den Landtagskandidaten Thomas Birkenmaier sowie Vertreter der Grünen Liste Plankstadt und der örtlichen SPD begrüßen zu können. Ebenso fanden sich auch Angehörige von Parteien aus Nachbargemeinden im Vortragsraum ein. Für einen besseren Einblick in die ehrenamtlichen Tätigkeiten und um aus der Praxis anschaulich zu berichten, gab es zuvor ein Interview mit Frau Rita Erny vom Arbeitskreis Asyl aus Schwetzingen und Vertretern des Plankstadter AK Integration.

Es zeigte sich, dass alle Ehrenamtlichen sich bis spät in der Nacht noch um die Flüchtlinge kümmern, Mails bearbeiten und doch immer wieder das Gefühl haben, nicht genug getan zu haben. „Wir gehen ständig an unsere Grenzen“ sagt Erny, ohne sich beschweren zu wollen; aber ein hauptamtlicher Mitarbeiter wird zunehmend wichtiger. Das unterstützt auch Lasotta, der sich darüber im Klaren ist, dass die ganze Organisation ohne Ehrenamtliche zusammenbricht. Deshalb ist ein städtischer Beauftragter für das Ehrenamt nötig, um eine zentrale Koordination zu schaffen, die sich um administrative und finanzielle Angelegenheiten kümmert und so die Ehrenamtlichen entlasten kann.

In seinem Vortrag sprach Lasotta zunächst über aktuelle Zahlen der Flüchtlingszuströme und die Abläufe in den Erstaufnahmestellen, wonach er verschiedene Wege zur Integration erläuterte. Essentiell sei aber eine bessere Organisation und eine Beschleunigung der Asylverfahren. Manche Staaten benötigten von der Meldung im Erstaufnahmelager bis hin zur Feststellung des Bleiberechts oftmals nur drei Tage. Hier sollte auch der Anspruch für Deutschland liegen.