Gespräch mit Plankstadts Bürgermeister Jürgen Schmitt
Samstag, den 15. August 2015 um 20:34 Uhr

Plankstadt. Bürgermeister Jürgen Schmitt freute sich, den CDU-Kandidaten im hiesigen Wahlkreis für die Landtagswahl, Thomas Birkenmaier, im Rathaus begrüßen und aktuelle Projekte der Gemeinde Plankstadt vorstellen zu können. Als Gemeinde- und Kreisrat ist es Birkenmaier wichtig, die kommunalen Probleme zu kennen, um landespolitische Entwicklungen, welche die Kommunen betreffen, besser einordnen zu können. Bei seinem Antrittsbesuch in Begleitung des CDU-Ortsvorsitzenden Dr. Arno Neidig im Rathaus wurden mit dem Landtagskandidaten insbesondere aktuelle Herausforderungen besprochen, speziell die anstehenden städtebaulichen Veränderungen der Gemeinde, aber auch im schulischen Bereich. Gerade das Ganztagsangebot in Schule und Kindergarten, so Schmitt, sei in Plankstadt gut ausgebaut. 70 Plätze für die U3-Betreuung sorgen für ein ausreichendes Angebot für Familien.

Zwei Grundschulen garantieren, dass alle Kinder im Ort die ersten vier Jahre Grundwissen vermittelt bekommen. Die weiterführende Werkrealschule, welche zusammen mit den Gemeinden Schwetzingen, und Oftersheim betrieben wird, wird aufgrund fehlender Schüler auslaufen. Sie erleidet damit ein ähnliches Schicksal wie in vielen anderen Gemeinden. Entweder die Schulen schließen oder sie werden in Gemeinschaftsschulen umgewandelt. Hinzu kommt, dass das Gebäude der Schimper-Gemeinschaftsschule in Schwetzingen stark sanierungsbedürftig ist. Der Zweckverband bzw. die drei Gemeinderäte werden hierzu im Herbst beraten, wie die Schulsanierung konkret umgesetzt werden soll.

Die Erneuerung des Sportzentrums ist eines der Großprojekte der Gemeinde. Sowohl die beiden Gaststätten als auch die Sporthalle sind wirtschaftlich nicht mehr zu sanieren, sondern abrissreif. Drei Alternativen scheinen sich laut Schmitt herauszukristallisieren. Basierend auf einem Gutachten des Planungsbüros „Pätzold+Snowadsky“ obliege es nun dem Gemeinderat, die richtige Entscheidung für die Lage des Sportzentrums für die nächsten Jahrzehnte festzulegen. Dabei müssen, so Schmitt, die Belange aller Vereine berücksichtigt werden, auch um Gerechtigkeit für alle walten zu lassen. Der Diskussionsprozess soll dabei im Rahmen eines geplanten Gemeindeentwicklungskonzeptes geführt werden. Dass die Mehrzweckhalle einer Sanierung bedarf, ist im Ort unbestritten. Kosten von ca. 3,5 Mio. € bedürfen jedoch einer starken Bezuschussung durch die Sportstättenförderung des Landes, um das Projekt realisieren zu können. Ein Hallenboden, der 40 Jahre ständiger Belastung ausgesetzt war, Fenster, durch die man auch zwischen den Rahmen blicken kann und Sanitäranlagen, die ebenfalls Jahrzehnte alt sind, entsprechen bei weitem nicht dem Standard, so Schmitt.

Er bat den Landtagskandidaten hier um Unterstützung für eine Aufnahme in die Förderung. Beim Betreten des Rathauses fiel Birkenmaier bereits die alte und nicht zum schönen Gebäude passende Tür auf. Auch die Fenster, das Thema Barrierefreiheit oder der Brandschutz entsprechen in keiner Hinsicht den heutigen Bestimmungen, erläuterte Schmitt. Hier wird die Gemeinde Geld in die Hand nehmen müssen. Durch die Landesförderung im Bereich der Ortskernsanierung winkt hier eine Bezuschussung von rund einem Drittel der geschätzten 4,5 Mio. €. Eine dennoch stattliche Summe, die jedoch angesichts der unbestrittenen Notwendigkeit der Sanierung bzw. eines Teilneubaus des 50 Jahre alten Gebäudes durchaus angemessen erscheint.